Jacqueline: siehe Jakoba.

Jadwiga: polnische Form von Hedwig.

Jakob, Jabo, Jabbo, Jack, James, Jäkel: der Fersenhalter, der Listige.

Jakoba, Jakobe, Jakobäa, Jokobine, Jacqueline, Jascha: weibliche Formen zu Jakob.

Jakobus der Jüngere, - † um 62 Jerusalem - Apostel, Vetter Jesu. Haupt der Gemeinde von Jerusalem. Er spielte auf dem sogenannten Apostelkonzil eine entscheidende Rolle. Sein Beiname: „der Gerechte". - Verfasser des Jakobus-Briefes. - Fest gemeinsam mit dem Apostel Philippus, weil es mit der Weihe der Zwölf-Apostel-Kirche zu Rom (1.5.578), in der Reliquien von diesen beiden Aposteln ruhen, verknüpft wurde. 3.5.

Jakobus der Ältere, - † 44 Jerusalem - Apostel, älterer Bruder des Apostels Johannes („Donnersöhne"), Sohn des Fischers Zebedäus und der Salome. Er erlitt als erster Apostel das Martyrium um Ostern 44. - Seine Reliquien kamen im 7. Jahrhundert nach Santiago de Compostela, wo sich eine große Wallfahrt entfaltete und was zu verbreiteter volkstümlicher Verehrung führte. 25.7.

Jan, Janko, Janning, Jantje, Janos, Janosch, Jean: siehe Johannes.

Jana, Janna, Jane, Janet, Jamine, Jannina, Janka, Jeanne, Jeanette, Jenny, Jo: siehe Johanna.

Januarius: Gott geweiht, - † um 304 - Bischof von Benevent oder von Neapel. Märtyrer der Diokletianischen Verfolgung. 19.9.

Jasmine: siehe Johanna und Wilhelmina.

Jean de Brébeuf - Gott ist gnädig, Priester, Ordensmann, Missionar, Märtyrer, * 25. März 1593 in Condé-sur-Vire in der Normandie in Frankreich, † 16. März 1649 in St. Ignace in Kanada. 16.3.

Jella: siehe Gabriele.

Jenny, Jeanette, Jenni, Jennifer: siehe Johanna.

Jens: dänische Kurzform von Johannes.

Jero, Jeromin, Jeron, Jeronim: siehe Hieronymus.

Jerry, Jerri: siehe Geraldine.

Jette: siehe Henriette.

Jid, Jilles, Jillis: siehe Ägidius.

Jim, Jimmy: englische Kurzform von Jakob.

Joachim: Gott richtet auf; Vater der Gottesmutter, Mann der heiligen Anna. Der Name ist entnommen dem apokryphen Protoevangelium des Jakobus (um 150). 26.7.

Jobs, Jobst, Jodel: siehe Jodokus.

Jocki, Jockei: siehe Jakob.

Jochen, Jochem: siehe Joachim.

Jodel, Jola: siehe Gudula.

Jodokus, Jodok: der Kämpfer, - † um 669 - Sohn eines Großen der Bretagne, wurde Priester, zog sich bald als Einsiedler dorthin zurück, wo später die Benediktinerabtei St.-Josse-sur-Mer bei Montreuil entstand. 13.12.

Joe: englische Kurzform von Josef.

Johanna: Gott ist gnädig.

Johanna von Arc (Jeanne d'Arc), - Domrémy/Maas 6.1.1412 / 30.5.1431 Rouen - die Jungfrau von Orleans ist die französische Nationalheldin. Das Bauernmädchen glaubte an seine übernatürliche Sendung. 1429 wurden unter seiner Führung das von Engländern belagerte Orleans und andere französische Gebiete befreit und König Karl VII. zur Krönung nach Reims gebracht. 1430 wurde Johanna jedoch durch Verrat an die Engländer verkauft und in einem Prozeß mit der Anklage auf Ketzerei und Zauberei zu Rouen zum Tod verurteilt und verbrannt. Papst Calixt III. stellte 1450 ihre Unschuld fest. 30.5.

Johanna Franziska von Chantal, - Dijon 28.1.1572 / 13.12.1641 Moulins - Tochter des burgundischen Parlamentspräsidenten Frémiot, war vermählt mit Baron Christoph von Chantal, dem sie auf Schloß Bourbilly vier Kinder schenkte. Nach dessen Tod bei einer Jagd 1601 lebte sie auf Schloß Monthelon. 1604 traf sie mit dem heiligen Franz von Sales zusammen. Sie gründeten 1610 zu Annecy den Orden von der Heimsuchung Mariens (Salesianerinnen), den Johanna nun zeitlebens leitete. Die geistliche Freundschaft der beiden Heiligen fand in hinterlassenen Briefen ihren Niederschlag. - Grab in Annecy. 12.12.

Johanna von Valois, - Paris 23.4.1464 / 4.2.1505 Bourges - Tochter Ludwigs XI. von Frankreich. Von ihrem Mann (Vetter) Ludwig XII. verstoßen, gründete sie 1500 den Orden der französischen Annunziatinnen und legte 1503 selbst die Gelübde ab. Sie starb zwei Jahre danach nach einem Leben vieler Demütigungen und Entsagungen. 4.2.

Johannes, John, Johnny, Jonny: Gott ist gnädig.

Johannes der Täufer (Baptista), -† um 31 oder 32 - Sohn von Zacharias und Elisabeth, sechs Monate vor Jesus geboren. Prophet, Bußprediger, Täufer, Wegbereiter und Vorläufer des Messias. -Der ehebrecherische König Herodes Antipas ließ ihn enthaupten. - Wegen der außergewöhnlichen Heiligung und „Heiligsprechung" durch Jesus (vgl. Mt 11) wird auch sein Geburtsfest gefeiert, sechs Monate vor dem Geburtsfest des Herrn, am 24. Juni. Fest der Geburt: 24.6. Fest der Enthauptung: 29.8.

Johannes, Apostel und Evangelist, - um 100 - Sohn des Fischers Zebedäus und der Salome, jüngerer Bruder des heiligen Jakobus des Älteren („Donnersöhne"). Kam über Johannes den Täufer zu Jesus. Ruhte beim Abendmahl an der Brust Jesu; stand unter dem Kreuz neben Maria. - Wirkte zuerst mit Petrus in Jerusalem und Samaria; ging dann nach Ephesus. Unter Kaiser Domitian (81-96) auf die Insel Patmos verbannt, wo er die „Geheime Offenbarung" (Apokalypse) schrieb. Kehrte unter Kaiser Nerva (96-98) nach Ephesus zurück. Er und sein Kreis hinterließen das vierte Evangelium und drei Johannesbriefe. 27.12.

Johannes Chrysostomus (Goldmund), - Antiochien um 350 / 14.9.407 Komana/Pontus - lebte nach seiner Taufe zunächst als Mönch, dann als Einsiedler. 386 Priester; Prediger in der Bischofskirche des Patriarchen von Antiochien. 389 wurde er Patriarch und Erzbischof von Konstantinopel. Er war ein gewaltiger Prediger und nachwirkender Schriftsteller. Infolge von Intrigen des Hofes wurde er 403 und endgültig 404 verbannt. - Reliquien heute zu St. Peter in Rom. 13.9.

Johannes Nepomuk, - Pomuk um 1350 / 20.3.1393 Prag - 1380 Priester, 1389 Generalvikar in Prag. Als geistiger Widerstandskämpfer gegen die Willkür König Wenzels wurde er zum Märtyrer, indem man ihn nach Folterungen nachts von der Karlsbrücke in die Moldau stürzte. - Die Legende begründete später den Märtyrertod mit der Weigerung Nepomuks, das Beichtgeheimnis der Königin dem mißtrauischen Wenzel zu verraten. - Im Zeitalter des Absolutismus verbreitete sich die Verehrung des Heiligen als die Idealgestalt des vertrauenswürdigen Priesters im Gegensatz zur überzogenen Staatsgewalt. - Noch heute sieht man oft seine Statue als Brückenheiliger. - Patron der Beichtväter. 16.5.

Johannes Bosco, - Becci/Piemont 15.8.1815 / 31.1.1888 Turin -Sohn armer Bauern, wurde 1841 Priester. Er war eine geniale und mitreißende Erzieherpersönlichkeit unter dem geistigen Einfluß der heiligen Philipp Neri und Franz von Sales. Im Zusammenhang mit seinem sozialen Jugendwerk gründete er 1868 den Orden der Salesianer Don Boscos und 1874 die Genossenschaft der Mariahilfschwestern. Zugleich war er ein Pionier der Missionare und Schriftsteller. 31.1.

Johannes Baptista Maria Vianney, - Dardilly bei Lyon 8.5.1786 / 4.8.1859 Ars - Bauernknecht mit schwachen intellektuellen Fähigkeiten; begann als Spätberufener das Studium der Theologie. Er wurde 1815 Priester, Vikar zu Ecully. 1818 übernahm er die verwahrloste Pfarre Ars. Der große Beter und eifrige Beichtpriester erlangte bei äußerst bedürfnisloser Lebensführung eine Bedeutung weit über seine Gemeinde hinaus. Die Menge der Ratsuchenden und die offensichtliche Bekehrung vieler Sünder machten aus dem kleinen Ars einen Pilgerort zu dem „heiligen Pfarrer von Ars". 4.8.

Johannes L, - † 18.5.526 Ravenna - stammt aus Tuscien; wurde 523 Papst. Der arianische König Theuderich sandte ihn nach Konstantinopel zu Kaiser Justin I. mit dem Auftrag um Intervention für die arianischen Goten des Ostreiches. Nach seiner Rückkehr setzte Theoderich ihn gefangen. Er starb dann bald in der Gefangenschaft zu Ravenna. 18.5.

Johannes von Krakau (Cantius), - Krakau 23.6.1390 / 24.12.1473 Krakau - Theologieprofessor an der Universität und Prälat am Kollegiatstift St. Florian in Krakau. Ausgezeichnet durch Entsagung und Freigebigkeit, Liebe zu den Schülern und zu den Armen. 23.12.

Johannes von Capestrano, - Capestrano/Abruzzen 24.6.1386 / 23.10.1456 bei Villach/Österreich - nach Studien in Perugia wurde er hier Richter. Seit 1415 Franziskaner. Seit 1417 einer der größten Wanderprediger des Jahrhunderts in Italien, Deutschland, Österreich, Niederlande, Böhmen, Mähren, Polen. Seit 1454 Prediger des Kreuzzuges gegen die Türken bis zum Sieg bei Belgrad 1456 („Türkenhammer"). Gefeiert als Retter des Abendlandes und „Apostel Europas". 23.10.

Johannes Baptista de la Salle, - Reims 30.4.1651 / 7.4.1719 ebd. -Priester, Gründer der Kongregation der christlichen Schulbrüder 1684 für Schulen und Lehrerseminare. Bahnbrechend für das Unterrichtswesen. Bei seinem Tod gab es 22 Niederlassungen mit 200 Brüdern. 7.4.

Johannes Leonardi, - Diecimo bei Lucca 1541 / 9.10.1609 Rom -1573 Priester. 1583 Stifter der Piaristen: „Regularkleriker der Mutter Gottes" zur Erziehung der Jugend und für Schulunterricht. Zog von Lucca nach Rom um, wo er ein Missionskolleg gründete und das Spital- und Schulwesen förderte. Im Auftrag von Papst Clemens VIII. visitierte und reformierte er 1596 die Einsiedlerkongregation von Monte Vergine und 1601 die Vallombrosaner. 9.10.

Johannes vom Kreuz, - Fontivera 24.6.1542 / 14.12.1591 Ubeda/ Spanien - der mystisch begnadete Karmelit bemühte sich seit 1568 zusammen mit der heiligen Theresia von Avila um die Reform seines Ordens. 1572-1577 war er Spiritual in Avila, wo Theresia Priorin war. Angefochten vom nichtreformierten Zweig des Ordens, wurde er aus Avila vertrieben und im Kloster zu Toledo festgesetzt. Nach seiner Flucht und der Trennung der beiden Ordenszweige wirkte er 1579 in Baëza, 1581 in Granada, 1588 in Segovia. - Klassiker der neuzeitlichen Mystik mit seiner Lehre von den Wegen der Reinigung, Erleuchtung und Einigung. - Kirchenlehrer. 14.12.

Johannes Eudes (Odo). - Ri/Normandie 14.11.1601 / 19.8.1680 Caen - 1623 Oratorianer in Paris, 1625 Priester, 1639 Superior des Oratoriums in Caen. Volksmissionar. Nachdem er das Oratorium verlassen hatte, gründete er eine Weltpriesterkongregation zur Ausbildung von Geistlichen in Seminaren und für Volksmissionen (Eudisten) und die Kongregation der Schwestern vom Guten Hirten. - Bedeutend als Erneuerer des religiösen Lebens in seiner Zeit und für die liturgische Verehrung der Herzen Jesu und Maria. 19.8.

Johannes von Gott, - Portugal 8.3.1495 / 8.3.1550 Granada - zuerst Hirt in Spanien, dann Soldat in Kriegen gegen Frankreich und die Türken. Nach seiner Bekehrung widmete er sich im Geist der Buße der Krankenpflege. 1540 gründete er in Granada ein Krankenhaus. Aus seinem Wirken im Dienst der Kranken entwickelte sich 1586 der Orden der „Barmherzigen Brüder vom heiligen Johannes von Gott". 8.3.

Johannes von Damaskus, - Damaskus um 650 / um 750 Mar Saba - entstammt einer arabisch-christlichen Familie. Wurde um 700 Mönch im Sabaskloster bei Jerusalem. Patriarch Johannes V. von Jerusalem (705-735) weihte ihn zum Priester. Hervorragender Prediger und Theologe. - Der letzte der morgenländischen Kirchenväter wurde 1890 mit dem Titel „Kirchenlehrer" ausgezeichnet. 4.12.

Johannes (John) Fisher, - um 1469 / 22.6.1535 London -1495 Priester, 1504 Bischof von Rochester; hervorragend als Prediger, Gelehrter und Vater der Armen. Er erlitt das Martyrium, weil er entschieden gegen den Ehebruch Heinrichs VIII. und gegen dessen Trennung von der römischen Kirche auftrat. 22.6.

Johannes Gualbertus, - Florenz um 995 /12.7.1073 Passignano bei Florenz - Benediktiner in San Miniato bei Florenz. Gründete 1030 in der Einsamkeit bei Camaldoli ein Kloster, als dessen Abt er die Norm der Benediktregel mit dem Einsiedlerleben verbinden wollte; später Vallombrosa („schattiges Waldtal") genannt. Durch die Gründung, die Reform und den Anschluß weiterer Klöster wurde er der Stifter der Vallombrosaner. 12.7.

Johannes Berchmans, - Diest/Belgien 13.3.1599 /13.8.1621 Rom -Jesuitenkleriker. Trat 1616 zu Mecheln in den Orden ein, kam 1618 zum Studium nach Rom. Erkrankte 1621 plötzlich auf den Tod. - Durch tiefe und männliche Frömmigkeit ausgezeichnet. 13.8.

Johannes Cassianus, - um 360 / 435 Marseille - zuerst Mönch in Bethlehem, dann zehn Jahre in der Wüste Ägyptens. Johannes Chrysostomus weihte ihn in Konstantinopel zum Diakon. 404 reiste er nach Rom, um für diesen zu vermitteln. Priester. Klostergründer in Marseille. - Als Schriftsteller für das Mönchtum von größter Bedeutung. Hat auch auf Benedikt eine beachtliche Nachwirkung ausgeübt. 23.7.

Johannes von Matha - Gott ist gnädig, Priester, Ordensgründer, * 23. Juni 1160 in Faucon in der Provence in Frankreich, † 17. Dezember 1213 in Rom 17.12.

Johannes von Mecklenburg, - †1066 - angelsächsischer Priester. Erzbischof Adalbert I. von Bremen-Hamburg weihte ihn um 1055 zum Bischof von Mecklenburg. Beim Slawenaufstand ermordet. 10.11.

Johannes van Ruysbroek, - Ruysbroek bei Brüssel 1293 / 2.12.1381 Groenendael - 1315 Priester; bekämpfte den quietistischen Mystizismus. Gründete in Groenendael bei Waterloo ein Kloster regulierter Kanoniker vom heiligen Augustinus. Größter flämischer Mystiker. 2.12.

Johannes (Nepomuk) Neumann, - Prachatitz/Südböhmen 28.3.1811 / 5.1.1860 Philadelphia - wanderte nach USA aus, missionierte dort unter den Deutschen, wurde 1840 Redemptorist, 1852 Bischof von Philadelphia. 1977 heiliggesprochen. 5.1.

Jonas: die Taube; - 8. Jh. v. Chr. - Prophet des Alten Bundes; kündigte König Jerobeam II. die Wiederherstellung seines Reiches an. 21.9.

Joos, Joost, Jost: siehe Jodokus.

Jordan von Sachsen: der Immerfließende, Herabfallende, - vor 1200 Borgberge bei Dassel /13.2.1237 - Dominikaner; 1222 Nachfolger des heiligen Dominikus als zweiter Ordensgeneral. Das gewinnende Wesen dieser vielseitigen Persönlichkeit begeisterte viele Professoren und Studenten zum Ordenseintritt. Auf der Rückfahrt von einer Visitation in Palästina kam er bei einem Schiffbruch an der syrischen Küste um. - Grabstätte in der Dominikanerkirche zu Akkon. 13.2.

Jörg, Jörgen, Jören: siehe Georg.

Joris: Gregor oder Georg.

Jorit, Joritt: siehe Eberhard.

Josaphat Kunzewitsch: Gott richtet, - Wlodimierz/Wolhynien um 1580 / 12.11.1623 Witebsk - aus orthodoxem Elternhaus, trat er in Wilna zur ruthenisch-unierten Kirche über. 1604 Basilianermönch, 1609 Priester, 1614 Archimandrit, 1618 Erzbischof von Polozk. Setzte sich ein für die Ordensreform und die Union der ruthenischen Kirche in Rußland und Polen mit Rom. Von Gegnern dieser Bestrebungen wurde er auf einer Visitationsreise in Witebsk ermordet. 12.11.

Josef, Joseph: Gott möge vermehren; - Bräutigam Marias, Pflegevater Jesu. Stammt aus dem Geschlecht Davids; lebte als Zimmermann in Nazareth. Weil er im Zusammenhang mit dem öffentlichen Leben Jesu nicht mehr erwähnt wird, nimmt man an, daß er vorher gestorben ist. - Patron der Kirche. Hochfest: 19.3.

Josef, der Arbeiter: 1.5.

Josef von Calasanza, - Peralta de la Sol/Nordspanien 11.3.1556 / 25.8.1648 Rom -1583 Priester; übersiedelte 1592 nach Rom, wo er vor allem arme Kinder unterrichtete und erzog. 1597 eröffnete er die erste öffentliche unentgeltliche Volksschule Europas. Mit Gleichgesinnten gründete er die „Genossenschaft regulierter Kleriker der frommen Schulen", die Piaristen. Seit 1621 Ordensgeneral. Seine letzten Jahre waren getrübt durch Anfeindungen von eigenen Mitbrüdern. 25.8.

Josef Freinademetz, - Abtei/Südtirol 15.4.1852 / 28.1.1908 Taikia bei Tsining - 1875 Priester, 1878 Steyler Missionar, seit 1879 in China. Mitbegründer der Südschantung-Mission. Fast drei Jahrzehnte unter Leiden und Verfolgungen rastlos in gläubiger Zuversicht tätig; wirkte eifrig für die Heranbildung des einheimischen Klerus. - 1975 seliggesprochen. 29.1.

Josefa, Josefine: weibliche Form von Josef.

Jost: siehe Jodokus.

Juan: siehe Johannes.

Judas: der Gelobte, Thaddäus: der Beherzte, Mutige: Apostel Jesu. Verfasser des Judasbriefes. Soll in Syrien, Armenien und Persien missioniert haben. 28.10.

Judith: Gottesbekennerin; siehe auch Jutta.

Judith, - 10./11. Jh. - Benediktinerin, Äbtissin von Ringelheim. Schwester des Bernward von Hildesheim. 13.3.

Judith von Niederaltaich, - zweite Hälfte 11. Jh. - lebte nach einer Pilgerfahrt ins Heilige Land als Einsiedlerin in Niederaltaich. 29.6.

Jula, Jule, Julika, Julinka: siehe Julia.

Julia: die Jugendliche.

Julia von Korsika, Jungfrau und Märtyrin zu unbekannter Zeit. Die Lebensschicksale der Nationalheiligen von Korsika sind nur als Legenden überliefert. 22.5.

Julia, - Rom um 368 / 28.9.420 Bethlehem - Tochter der heiligen Paula, folgte dem heiligen Hieronymus nach Bethlehem. Hier übernahm sie nach dem Tod ihrer Mutter die Leitung der Klöster, die diese gegründet hatte. 384 widmete ihr der heilige Hieronymus eine Schrift „Über die Jungfräulichkeit". 28.9.

Julia, - † 16.9.795 - Äbtissin des Klosters Öhren bei Trier. 16.9.

Julian, Julianus, Julien, Julio: der Jugendliche; siehe auch Julius.

Julian, Erzbischof von Toledo, - 652 / 6.3.690 Toledo - stammt aus jüdischem Elternhaus; wurde Christ und Priester und 680 Erzbischof von Toledo. Überragende Führer- und Gelehrtennatur. Leitete zwei Synoden. Erreichte für Toledo die Primatie über die ganze spanische Kirche. 6.3.

Julian von Antinoë, - um 304 Antinoe/Ägypten - richtete mit seiner Frau Basilissa im eigenen Haus ein Krankenhospital ein. Beiden taten die Pflegedienste. Julian starb nach dem Tod seiner Frau als Märtyrer. 9.1.

Julian von Le Mans, zu unbekannter Zeit erster Bischof von Le Mans. - Reliquienteil in Paderborn. 27.1.

Julian von Speyer, -† um 1250 Paris - Kapellmeister am französischen Königshof; trat um 1225 bei den Franziskanern in Paris ein, wo er als Chormeister wirkte. 9.2.

Juliana, Juliane, Julitta: die Jugendliche.

Juliana von Lüttich, - Rétinne bei Lüttich / 5.4.1258 Fosses -1207 Augustinerchorfrau im Kloster Mont Cornillon in Lüttich. Sie verehrte ganz besonders das Altarssakrament und setzte sich entscheidend für die Einführung des Fronleichnamsfestes ein. Wegen ihrer klösterlichen Strenge mußte sie in die Einsiedelei zu Fosses ausweichen. Hier beschloß sie ihr Leben. 5.4.

Juliana von Nikomedien (Ismid), - um 303 Nikomedien - Jungfrau und Märtyrin der Diokletianischen Verfolgung. 16.2.

Julitta, - um 304 Cäsarea/Kappadozien - Witwe; Märtyrin der Diokletianischen Verfolgung in Cäsarea/Kappadozien. Basilius der Große weiß zu berichten, daß sie von einem vornehmen Bürger der Stadt um ihr Vermögen betrogen und dann als Christin angezeigt und verbrannt wurde. 30.7.

Julius: der Jugendliche, -†12.4.352 Rom - seit 337 Papst. Energischer Kämpfer gegen die Arianer; Streiter für den von diesen verfolgten Athanasius. 12.4.

Jürgen, Juri, Jurk: siehe Georg. Jusken: siehe August.

Just, Justel: siehe Justus, Jodok.

Justinian, Justinus, Justus: der Gerechte.

Justinian, - † um 530 - stammt aus der Bretagne; lebte als Einsiedler zu Ramsey auf der Insel Limeneia (Isle of Man). Von Legenden umrankt. 23.8.

Justina, - † um 304 Padua - jungfräuliche Märtyrin unter Kaiser Maximian. 7.10.

Justinus, Justin, - Palästina um 100 / um 165 Rom - entstammt einer heidnisch-griechischen Familie in Palästina. Nach vielem Forschen bei den Philosophen fand er im christlichen Glauben „die allein zuverlässige und brauchbare Philosophie". Nun predigte er als der „wahre Philosoph", ging nach Rom und schrieb Verteidigungsschriften gegenüber dem Judentum und Heidentum (Apologien). - Nach echten Akten erlitt er wegen seiner Verteidigung der christlichen Lehre um 165 mit anderen Gefährten das Martyrium durch Enthauptung. 1.6.

Justus, -†10.11.627 Canterbury - wurde von Papst Gregor d. Gr. 601 zum heiligen Augustinus in die angelsächsische Mission gesandt. 604 erster Bischof von Rochester, 624 Erzbischof von Canterbury. 10.11.

Jutta: Kurzform von Judith.

Jutta von Disibodenberg, - um 1090 / 22.12.1136 - geborene Gräfin von Sponheim; gründete 1106 eine Klause auf dem Disibodenberg bei Kreuznach, die sich zu einem ansehnlichen Nonnenkonvent entwickelte. Sie leitete ihn bis zu ihrem Tod. Nachfolgerin wurde die heilige Hildegard von Bingen, ihre Schülerin. 22.12.

Jutta von Huy, - † 13.1.1228 - diente als Witwe zehn Jahre im Aussätzigenhospital von Huy bei Lüttich, wo sie Einsiedlerin wurde. 13.1.

Jutta von Heiligenthal, - † 1250 Heiligenthal - Zisterzienserin, seit 1234 Äbtissin von Heiligenthal/Unterfranken. 29.11.

Jutta von Sangerhausen, - † 12.5.1260 bei Kulmsee - wanderte als Witwe aus Thüringen in das Ordensland Preußen, wo ihr Verwandter Hanno von Sangerhausen Hochmeister war. Dort lebte sie als Einsiedlerin bei Kulmsee. 5.5.

Jutta von Bedburg, - † um 1200 - Prämonstratenserin im Stift Bedburg bei Kleve. 31.10.